Bundesadler
Bundesarbeitsgericht 

Akkreditierungsverfahren


Ist die Aufnahme der Verkündung einer Entscheidung in Bild und Ton zugelassen (§ 169 Abs. 3 Satz 1 GVG iVm. § 72 Abs. 6 ArbGG), können akkreditierte Medienvertreter von der Entscheidungsverkündung Ton- und Fernseh-Rundfunkaufnahmen sowie Ton- und Filmaufnahmen - nicht Fotoaufnahmen - zum Zweck der öffentlichen Vorführung oder der Veröffentlichung ihres Inhalts fertigen.

Das Akkreditierungsverfahren beginnt mit der Veröffentlichung der Mitteilung über die Zulassung in der Terminvorschau und endet an dem dort angegebenen Termin (i.d.R. 12:00 Uhr des Vortages). Vor Beginn und nach Ablauf der Frist sind keine Akkreditierungen möglich. Akkreditierungsgesuche sind zu richten an Pressestelle.

Melden mehr als zwei Fernsehteams Interesse an, sind Medienpools - ein öffentlich-rechtlicher und ein privat-rechtlicher Sender mit jeweils einer Kamera - zu bilden. Die Poolführer verpflichten sich, gefertigte Fernseh- und Filmaufnahmen anderen Fernsehsendern bzw. Film-Aufnehmenden, die sich nicht erfolgreich akkreditiert haben, auf Anfrage unverzüglich zur Verfügung zu stellen. Ein Medienvertreter, der die entsprechenden technischen Voraussetzungen nicht erfüllt, kann nicht Poolführer werden. Die Bereitschaft zur Übernahme einer Poolführerschaft ist mit dem Akkreditierungsgesuch zu erklären. Die Vergabe der Poolführerschaft erfolgt nach der Reihenfolge des Eingangs der Akkreditierung; bei etwaiger Zeitgleichheit entscheidet das Los.

Sofern im Einzelfall nichts anderes bestimmt ist, dürfen Fernseh- und Filmaufnahmen nur von maximal zwei Kameras auf Stativen von den zugewiesenen Plätzen aus gefertigt werden. Tonaufnahmen erfolgen über einen zentralen Tonabnahmepunkt. Auflagen des Gerichts sind einzuhalten. Anweisungen des Sitzungsdienstes ist Folge zu leisten. Der Aufbau der Kameras ist spätestens zehn Minuten vor Beginn der Verkündung abzuschließen.

Während der Entscheidungsverkündung sind die Kameras ausschließlich auf die Richterbank zu richten. Kameraschwenks sind nur innerhalb dieser zulässig. Aufnahmen der Beteiligten und der Zuhörer sind nicht zugelassen.

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